Unser Zuchtziel  

In unserer Zucht geht Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wesen vor Schönheit und strikter Einhaltung des Rassestandards.

Unser Ziel ist es nicht durch die Verpaarung zweier Ausstellungschampions die Rasse zu vermehren, sondern zum Wohl der Rasse züchterisch auch mal etwas zu wagen.

Unsere Rasse war nicht schon immer so wie sie heute ist, sondern ist durch gezielte Verpaarung bestimmter Leistungsmerkmale als Gebrauchshund entstanden.

Die Leistungsmerkmale die zur Entstehung unserer Rasse geführt haben waren nicht in einem Ausstellungsring im Kreis zu laufen um seine Schönheit zur Schau zu stellen.

Denn der Hollandse Herdershond wurde in erster Linie als Gebrauchs- und nicht als Ausstellungshund gezüchtet.

Wir züchten Hunde, welche je nach Wesen und Veranlagung  in allen Bereichen sei es als Dienst-, Sport- oder Familienhund gesund und munter ihren Einsatz finden.

Wir werden für unsere Zucht überwiegend auf ältere Deckrüden zurückgreifen. Langlebigkeit und Gesundheit, trotz Beanspruchung als belastbarer Gebrauchshund bis ins Alter, lassen eine gewisse genetische Veranlagung für diese Merkmale vermuten.

Unsere Hunde sind sowohl HD- als auch ED-frei (alle Auswertungen können eingesehen werden). So versuchen wir die besten Voraussetzungen für eine gesunde Nachzucht zu schaffen.

Der regelmäßige Besuch von Seminaren und Workshops rund um die Hundezucht ist für uns selbstverständlich:

VDH Seminar - Ein Welpe wird geboren
LMU Züchter Seminar

Paracelsus Lehrgang - Tierpsychologie für Hunde
Sachkundenachweis - Erste Hilfe am Hund

Betrachten wir uns einmal die Zucht des Holländischen Schäferhunds in den letzten 100 Jahren wird schnell klar warum wir uns gegen eine Zucht im VDH e.V. und für eine Zucht im IHV e.V. entschieden haben:

Mit 17 Teilnehmern wurde am 12. Juni 1898 in Utrecht die Gründungsversammlung des „Nederlandse Herdershonden Club“ (NHC, Klub für Holländische Schäferhunde) abgehalten.

Beim Rassestandard unterschied man aufgrund des Haarkleides 6 verschiedene Rassevarietäten, was als Hinweis auf die damals noch großzügigere Auslegung von Hundezucht gelten mag.

Während etwa Männer wie Rittmeister von Stephanitz für die Reinzucht des Deutschen Schäferhundes und Professor Reul für die des Belgischen Schäferhundes maßgeblich waren, fehlten in Holland solche Voraussetzungen.

Zudem war es den Holländern weniger um das Exterieur, als um die Erhaltung der Leistungsfähigkeit und des Typs gegangen.

Das beweist auch die Mitgliedschaft von M. Kessler und j. Steijns, die 1907 die noch heute bestehende und berühmte KNPV (Königliche Niederländische Polizeihunde Vereinigung) gegründet haben.

Zu diesen Zeiten konnte man denselben Hund auf Ausstellungen entweder als Holländischen oder als Belgischen Schäferhund auftreten lassen. Doch der Wunsch, den Holländer als eigenständige Rasse von den anderen Schäferhunden abzugrenzen, wurde immer stärker und führte 1914 zu einer Beschränkung der Farben im Standard. Weiß wurde verboten, zugelassen wurde nur mehr silber- oder goldgestromt für den Kurzhaar, zusätzlich Pfeffer und Salz sowie Blaugrau für den Rauhaar, und silber- oder goldgestromt plus Kastanienbraun für den Langhaar.

Diese doch sehr drastische Reduktion der erlaubten Farben führte zu einem dramatischen Verlust der genetischen Variabilität dieser Rasse.

Und das strikte Verbot von Weiß führte noch viel mehr zu einem Ausschluss des Großteils der damaligen Holländischen Schäferhunde von der Zucht. Denn die Farbe Weiß wird durch ein sehr dominantes Gen gesteuert.

Bald erkannte man das Problem, und so wurden weiße Abzeichen 1928 wieder zugelassen.

1934 wurden für den Kurz- und Rauhaar weitere Farben eingeführt, um den Genpool wieder zu vergrößern.

Aber der genetische Rettungsversuch kam offenbar zu spät. Die Zuchtbasis war sehr klein geworden, hatte man doch so viele gute Hunde seinerzeit von der Zucht ausgeschlossen. Die genetische Uhr ließ sich nicht mehr zurückdrehen.

1960 änderte man anlässlich der Anerkennung durch die FCI neuerlich den Standard und schränkte die erlaubten Farben wieder ein auf die von 1914 (siehe oben), mit der Ausnahme, dass Kastanienbraun für den Langhaar ebenfalls nicht mehr zulässig war.

Heute wird der Holländische Schäferhund in seinem Ursprungsland überwiegend von Mitgliedern des KNPV gezüchtet, wobei die Leistungsfähigkeit im Vordergrund steht und man bereit ist, durchaus Kompromisse im Aussehen einzugehen.

Quelle: Wuff Magazin Ausgabe 03-2003

Natürlich sind die Papiere des IHV e.V. international ebenso anerkannt, wie die Papiere des VDH e.V. und seines Rassezuchtverbands. Sie werden lediglich vom VDH e.V. und seinem Dachverband der F.C.I. nicht anerkannt.

Der IHV e.V. ist ein gesetzlich anerkannter Verein wie der VDH e.V. auch. Nicht mehr, aber auch nicht weniger!

Der VDH e.V. bezeichnet sich selbst als Interessenvertretung aller Hundehalter in Deutschland mit seinen in 176 Mitgliedsverbänden organisierten 650.000 Mitgliedern. Damit vertritt der VDH e.V. nicht einmal 8% der 9,63 Mio. Hundehalter in Deutschland (Quelle: Statista - Das Statistikportal).

Wenn der Rassezuchtverband davon spricht, dass in sportlichen Urkunden der Hund ohne VDH e.V. Papiere nur als MIX eingetragen wird, dann liegt das daran das diese sportlichen Veranstaltungen vom VDH e.V. ausgerichtet werden.

Leistungsurkunde Baghira

Desweiteren wird in den Leistungskarten vom DVG e.V. und den dhv e.V. Mitgliedsverbänden sehr wohl "Hollandse Herder o.A." in die Leistungsurkunden eingetragen. Das o.A. steht für "ohne Ahnentafel", weil die IHV e.V. Ahnentafeln ja von den VDH e.V. Mitgliedsverbänden nicht anerkannt werden.

Wie Sie am Beispiel der Leistungsurkunde unserer Baghira entnehmen können, wurde vom HSVRM e.V. sogar Hollandse Herder als Rasse eingetragen.

Würden Sie an einer Sportveranstaltung (z.B. KNPV), welche nicht unter dem Dach des VDH e.V. bzw. der F.C.I. organisiert ist, teilnehmen, würden die Papiere des IHV e.V. ebenso anerkannt wie die Papiere des VDH e.V. .

Aber vor allem anderen gilt für unsere Zucht der Leitspruch des IHV e.V. :

Bei uns zählt das Tier und nicht das Papier!